Gaststätte in Werdeck, einem Ort mit 27 Einwohnern
Ein entzückendes, kleines Häuschen lädt uns zur Rast ein. Wir trinken
Kaffe und essen Blaubeerkuchen und kommen mit der Wirtin ins Gespräch. Der
Ort hat 27 Einwohner. Die Wirtin ist hier aufgewachsen. Zwichendurch hat sie in Dresden und München
gelebt, aber jetzt ist sie wieder zurück gekehrt. Mit ihrer Tocher fährt
sie nach Weißwasser, damit die Tochter mal Ampeln kennen lernt und wie
man sich im Straßenverkehr verhalten muß. Es sei wunderschön hier, aber
zum Einkaufen muß man 17 Kilometer fahren. Dann zählt sie auf, wer alles
im Ort lebt: 3 Rentner, 7 Kinder, 1
Zahnarzthelfertin, 1 Taxifahrer, 1 Schlosser, 1 Bauingenieur, 1
Kindergärtnerin, 3 Landwirte ... Jedenfalls kennt man sich.
Insgesamt sind die Leute offen und einem Gespräch nicht abgeneigt. Das macht den Umgang
wesentlich einfacher und erfreulicher als mit so manchen Mit-Radlern,
die man trifft und die mit grimmiger Miene durch die Gegend ziehen.
Mißtrauisch und verdruckst. Wahrscheinlich haben sie ihre bescheuerten Helme noch im Bett an. Der
Feind droht überall und jederzeit!
(Achtung: Stefan ist mal wieder bei
einem seiner Lieblingsthemen - Helmzwang für Radfahrer.
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