Freitag, 18. Juli 2014

Fazit nach 550 Kilometern

Der Oder-Neiße-Radweg ist eine absolut empfehlenswerte Tour, weil:

1. Der Radweg ist fast vollständig ausgeschildert. Es gibt gibt ein paar Lücken, die zur Perfektion noch fehlen, es gibt den Wechsel der Symbole von Sachsen zu Brandenburg zu Meck-Pomm. Aber für die lange Strecke ist es schon eine anerkennenswerte Leistung, daß man eigentlich keine Karten braucht und den Weg nicht suchen muß.

2. Der Radweg führt zu ca. 80% über gute, glatt asphaltierte Radwege. Vielleicht 10% sind nicht so gut und 10% führen über verkehrsarme Straßen. Und die sind wirklich verkehrsarm.

3. Die Landschaft ist abwechslungsreich und voll Natur. Nach spätestens 2 Tagen setzt die Erholung ein, abgesehen vom Strampeln, das ist schon auch anstrengend. Immer Sonne oder Regen, Wind, Wärme, Kälte, da muß man sich erst dran gewöhnen. Aber so ist das bei Radtouren.

4. Die Städte und Orte sind zum Teil sehr sehenswert. Görlitz, Bad Muskau, Eisenhüttenstadt, Ueckermünde ...

5. Gastronomische Überraschungen. Wir haben immer gut gegessen, auch in den einfachen Kneipen. Highlight: Deutsche Haus, Bollwerk 4 in Eisenhüttenstadt.

6. Die Menschen sind freundlich und offen. Wir sind leicht ins Gespräch gekommen, haben gute Auskunft und Tipps bekommen. Sehr angenehm.

7. Tja, und die Organisation unseres Veranstalters, Augustus-Reisen, war perfekt. Hotel, Gepäcktransport, alles prima.

Donnerstag, 17. Juli 2014

10. Tag Usedom

Eigentlich sollten wir mit der Fähre von Ueckermünde nach Usedom (Kamminke) übersetzen. 90 Minuten durch das Stettiner Haff, da hatten wir uns drauf gefeut. Doch leider mußte die Überfahrt wegen Niedrigwasser abgesagt werden. Stattdessen transportiert uns ein Bus auf die Insel. War auch ganz nett.

Auf Usedom, genauer gesagt in Ahlbeck, dann der Schock. Die Uferstraße, wo auch der Radweg lang führte, hatte einen Menschendichte, die gefühlt der entsprach, die auf der Berliner Fanmeile die N11 feierte. Und das uns, die wir aus der Einsamkeit Brandenburgs und Meck-Pomms kamen.

Zum Teil mußten wir absteigen, weil die Promenade, wo der Radweg entlang führte, zu voll war.

Aus den Augenwinkelen sahen wir herrliche Häuser, alte Villen, wunderschöne Gärten, prächtige Hotels. Aber diese Menschenmassen!

Schließlich kamen wir heraus aus den Kaiserbädern, hinein in einen 5 km langen Campingplatz. 
5 Kilometer, ich meine, was ist, wenn Du mal mußt?

Nicht unser Problem. Wir haben eine sehr gute Unterkunft, Hotel Nußbaumhof, in Ückeritz. Große, helle Zimmer, nur Frühstück, aber mit der Möglichkeit, die gut ausgestattete Küche mit zu benutzen. Und ein Kaffeautomat mit ordentlichem Kaffee. Zentral gelegen, ruhig, Bahn ist 5 Minuten zu Fuß entfernt, Edeka und Aldi ebenfalls. Zum Wasser (Achtersee) 3 Minuten, zum Ostseestrand 20 Minuten zu Fuß, 5 Minuten mit dem Rad. Ideal. Hier haben wir 3 Tage zusätzlich gebucht, also bis Sonntag.

"Sommer, Sonne, Kaktus - ja das ist das Ziel" (Helge Schneider)


Gut besucht, trotzdem schön: der Strand bei Ückeritz


Deutlich entspannt, Vera, mit kräftigen Waden (nicht im Bild)


Sonne geht auch heute unter, wir trinken Köstritzer und schauen zu

11.Tag Peenemünde

Heute haben wir die "Heeresversuchsanstalt Peenemünde" besucht, von der 1942 die erste Rakete ins Weltall geflogen ist. Im Bild ist das Gebäude zu sehen, wo die Forscher aktiv waren. Daneben das Förderband, das Kohle transportierte und die Energieversorgung sicher stellte.


Das Hauptbebäude, ein riesiger Betonbau


Die erste Rakete, die ins All flog. Schön und haromisch anzusehen. Der Bahnwagon im Hintergrund diente der Beförderung der Wissenschaftler und Arbeiter auf der Insel. Später wurde diese Entwicklung als S-Bahn in Berlin eingesetzt.


Ansonsten tritt der militärische Zweck deutlich in den Vordergrund. Drohnen gegen Engeland.

Auch dieses Gerät konnte sehr weit schießen


Besonders einladend wirkt der Bau nicht. Hier ist die Ausstellung untergebracht.
Ich fand die Ausstellung nicht so besonders. Viele Details, die das Besondere von Peenemünde relativierten, viele Wiederholungen, die man in der Fülle nicht mehr lesen konnte (Presseauschnitte von damals), keine klare Einordung in die damalige Gesamtsituation. Über all das kann man streiten, gewiß, aber besser eine Kontroverse, als das Gefühl des Betrachters, etwas hilflos und allein gelassen vor den Ausstellungsobjekten zu stehen. Auf Töne oder Tondokumente wurde völlig verzichtet, stattdessen kann man Reden nachlesen.

Interessant fand ich, dass die Engländer den Standort Peenemünde erst 1942 entdeckten und dass letztlich der gigantische Aufwand, der mit Peenemünde betrieben wurde, wenig gebracht hat, im Sinne militärischer Effektivität. So hatte das deutsche Heer schon im 1. Weltkrieg Kanonen, die 125 Kilometer weit schossen. Die V2 erreichte 1943 gerade mal 190 Kilometer. 

Die Rolle Wernher von Brauns wird kaum gewürdigt. Viel zu wenig, wie ich finde. Der Mann war bei der SS und leitete später das Apollo-Programm der Amerikaner.


Hat eine Ästhetik, der man sich schwer entziehen kann.


Abends beenden wir den Tag mit einem "Köstritzer" am See


Die Achtersee, auf der "Rückseite" von Ückeritz


Achtersee, Sonne geht unter. Dann wird es auch gleich kühl.

Dienstag, 15. Juli 2014

8. Tag Löcknitz


Langsam nehmen wir Abschied von der Oder. Noch sind wir an einer der langen Strecken auf dem Hochwasserdamm oder daneben.





Die Oder ist hier auch Kanal und schiffbar


Mittagsimbiß am Oderkanal in Garz. Hier biegen wir ab, Richtung des hübschen Ortes Penkun und des Stettiner Haffs. Die Oder fließt weiter nach Stettin und Polen.


Penkun?


Der Fluß ist weg, die Landschaft wechselt. Getreidefelder, leichte hügelig, es geht auf und ab.


Der Radweg ist schmal, aber gut befahrbar.


1000 jährige Eiche bei Löcknitz


Löcknitz. Unser "Haus am See" liegt wirklich direkt am See und direkt am Oder-Neiße-Radweg


75 Kilometer haben die Räder heute hinter sich. Und wir auch, so schlafen wir gut, auch wenn eine Familienfeier noch lange und laut feiert. Zwei andere Radlerinnen werden abgewiesen, weil kein Zimmer mehr frei ist. Da sind wir froh, dass wir vorher reserviert haben.

9. Tag Ueckermünde

So, jetzt haben wir die Ostsee erreicht. Bei lauen 25 Grad, der erste Tag ohne Regen. Die 70 km von Löcknitz hierher haben wir locker absolviert. Kleine Steigungen, Kopfsteinpflaster, auch mal Hauptstraße mit Autoverkehr - alles kein Problem. Durchschnittsgeschwindigkeit 20 km/h.

Bei Rieth haben wir Mittag gegessen, bei einer Imbißstube am Neuwarper See. Wieder überraschend lecker. Frisches Bier, lecker Fisch. Die Imbißstuben stellen sich als Rückgrad der Versorgung heraus, überall zu finden, immer geöffnet, wenige, aber gute Essensangebote.

Typische Dorfansicht

Neuwarper See

Auf der anderen Seite ist schon Polen

Mittagspause

Es gibt jede Menge nicht so schöne oder verfallene Häuser, dann aber auch immer wieder solche Kleinode

Ueckermünde, Ostee, FKK- und Hundestrand, geschafft!



Sonntag, 13. Juli 2014

7. Tag Schwedt

Wir kommen ja immer erst abends oder frühmorgens an den Computer. Und gestern hat uns der Regen voll erwischt und abends sind wir dann Weltmeister geworden. In Schwedt. Public Viewing. Bis uns der wieder einsetzende Regen vertreib und wir die 2. Halbzeit und Verlängerung im Hotel anschauten. War auch schön. Vor allem warm und trocken. Aber jetzt muß ich den Compi schon wieder abgeben. Also, Fotos und kleiner Bericht kommen deshalb später.

Zur Erklärung:
Wir haben die Hotels vorher gebucht und Gepäcktransport. Um 9 Uhr wird das Gepäck abgeholt und da ist der Computer dabei. Und das Internet funktioniert auch nicht immer gut in den Hotels. Deswegen gibt es manchmal Verzögerungen mit dem Blog.


Nochmal das Maschinenhaus, eine sehr empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeit in Großneuendorf. Hier jetzt im Sonnenschein bei unserer Abfahrt.

Störche sind jetzt schon so oft zu sehen gewesen, dass wir sie nicht mehr fotografieren. Sie scheinen sich hier wohl zu fühlen.

Ohne Worte

Ohne Worte

Ohne Worte

Noch ist etwas Sonne zu sehen

stillgelegte Eisenbahnbrücke vor Schwedt
Wir haben einige Brückenfragmente gesehen,, die mal die Oder überquerten. Aber seit dem 2. Weltkrieg gibt es wohl kein wirkliches Interesse, diese Brücken wieder aufzubauen. Diese Brücke hier ist immerhin noch erhalten, aber gesperrt.


Mittagspause in Hohenwutzen

Bio-Müller in Hohenwutzen, "der Perle im nördlichen Oderbruch". Auf jeden Fall gibt es hier gutes und nicht teures Essen, einfache, schmackhafte Speisen. Für uns ein Fall für "Slow Food", wenn es denn hier bekannt wäre.

Hier beginnt auch die Kanalisierung eines Teils der Oder und damit die Schifffahrt.
10 Kilometer vor Schwedt kommen wir in ein anständiges Gewitter. An Weiterradeln ist nicht zu denken. Nach einer halben Stunde unter einer Eiche ist uns richtig kalt. Gefühlte 10 Grad. 
In Schwedt wärmen wir uns im Hotelzimmer auf und erkunden dann die Stadt zu Fuß. Man merkt die Kriegszerstörungen, aber vieles wurde wieder aufgebaut, mehr zweckdienlich als schön.

Wir finden im Altstadthotel eine öffentliche für das Endspiel. Gute Stimmung, einfache Leute, gut drauf. Leider regnet es wieder. Wir halten bis zur Halbzeit durch, dann flüchten wir wie viele. Im Hotelzimmer schauen wir uns die 2. Halbzeit und Verlängerung an und genießen den Geniestreich von Mario Götze. Auch hier gibt es einen deutlich hörbaren Autokorso und jede Menge Knallkörper.

6. Tag Großneuendorf


Frühere Kirche in Frankfurt, heute ein Austellungsraum. Uns sind die vielen
Mauersegler / Schwalben aufgefallen, die um den markanten Turm kreisen.

Am meisten haben uns heute der niedergehende, intensive Regen und das Gewitter beeindruckt. Aber, und da ist das Schöne dabei, da saßen wir schon in unserem Hotel in Großneuendorf und nahmen eine Soljanka zu uns. Wenn man im Trockenen sitzt, ist der Regen noch mal so schön.

Das Hotel ist ein Haus, das früher dazu genutzt wurde Getreide zu trocknen. Es ist mit einer Brücke verbunden zu einem Turm, von dem aus es in Schiffe verladen wurde. Ist nicht mehr, es fahren keine Flußschiffe auf der Oder, deshalb wird die Fahrrinne auch nicht mehr ausgebaggert und deshalb fahren auch keine Schiffe mehr. So erklärte uns jedenfalls die junge Frau, die uns bedient, die Lage.

Es ist ein orginelles Hotel, wo mit  Geld, Geschick und Geschmack aus einem ehemaligen Maschinenhaus eine wunderbare Übernachtungsmöglichkeit geschaffen wurde. Man fühlt sich auf Anhieb wohl - endlich mal bunte und nicht sterile weiße Bettwäsche.
Die Landschaft war heute geprägt von langen, geraden Strecken auf dem Deich und weitem Blick auf das Oderbruch. Das Radeln wird medidativ, die Schmetterlinge taumeln über den Deichradweg zur verlockenden Blume auf der anderen Seite, die Kühe gucken dumm aus der Wäsche, kilometerweit: Nischt als Landschaft!
Dann haben wir noch die Stelle passiert, wo die Rote Armee 1945 am 30. Januar erstmals die Oder überquerte. Von da hat es dann noch sagenhafte 3 Monate gedauert, bis endlich Berlin erreicht und der Faschismus besiegt wurde. Was für sinnlose Kämpfe bis zum Schluß.

Frau Rindfleisch habe ich natürlich Guten Tag gesagt. Kurz und freundlich.


Kurz nach Frankfurt. Vera noch topfit.


Niemandsland bei Küstrin. Originelle Kunden beim Fischimbiß, man könnte auch sagen:
Ditte is dem Zille sein Berlin, oder auch: die letzen Prollos trefen sich hier.







Und wir mittendrin. Man kann nicht sagen, dass wir uns unwohl fühlten.

Dunkle Wolken am 30 km langen Deich

So ist es die ganze Zeit. Nur die Wolken wechseln.

Hier ist der Punkt, wo die Rote Armee erstmals die Oder überschritt.


Hat jemand Interesse?

Wir nähern uns Großneuendorf, dem Ziel der heutigen Etappe.

Und das ist der Blick aus unserem Hotelfenster im "Maschinenhaus". Es schüttet wie aus Eimern.

Blick durch das 2. Fenster unseres wunderschönen Zimmers.

Großneuendorf macht was für die Jugend. Wir schauen auf die Skateranlage.

Freitag, 11. Juli 2014

5. Tag Frankfurt an der Oder




Hauptsache der Storch fühlt sich wohl





Wir sind jetzt in Brandenburg und die Landschaft verändert sich spürbar. Weite Felder, leicht hügelige Landschaft, saftigeres Grün als in Sachsen. Das kann aber auch am Regen liegen, der zum Glück vor allem nachts herunter kommt.


Na, endlich. Die Oder!
Wir erreichen die Stelle, wo die Neiße in die Oder mündet. Die Neiße, wir werden dieses kleine, nette, liebenswerte Flüsschen vermissen. Die Oder kommt als vergleichsweise gewaltiger Strom daher und man ahnt etwas von der zerstörerischen Kraft, die dieser Fluß entwickeln kann.


Wir freuen uns über das erreichen der Neißemündung 
und die an dieser Stelle befindliche DDR-Kneipe

An der Neißemündung sind wir gut 30 Kilometer geradelt, Zeit für eine Pause. Und siehe da, eine Kneipe mit kleinem Biergarten. Mit uns ist eine Familie mit Kind angekommen, die nach dem "Michael-Jackson-Spielplatz" suchen. Ersatzweise gäbe es diese Schaukel anzubieten. Wenn man hoch schaukelt, kann man die Oder sehen.


Eine der schönsten Kinderschaukeln an der Oder
Gutes Bier, freakiger Wirt, originelle Kneipe.


Eines der leckersten Biere in der ganzen DDR
"Kajüte" heißt dieses Kleinod und ist eine "Gast & Tanzwirtschaft". Man beachte den mediteranen Blumenschmuck. Das hat Weltniveau!


Und das ist sie, die Kneipe mit dem wirklich guten Bier, der tollen Kinderschaukel, dem kultverdächtigen DDR-Charme und der unvergleichlichen Lage: an der Neißemündung

Noch mal 20 Kilometer und wir erreichen Eisenhüttenstadt, eine auf dem Reißbrett geplante Stadt. Die Innenstadt wurde nach einem Architektenwettbewerb gestaltet und soll sehr sehenswert sein. Wir überlegen noch, ob wir sie besichtigen. Aber erst mal etwas essen. Unser Blick fällt auf eine Gaststätte mit Außenwirtschaft, "Bollwerk 4" im "Deutschen Haus" Wir setzen uns und erleben unser blaues Wunder. Ein perfektes Essen, toll anzuschauen, gute Weine (Vera: grünen Veltliner, Stefan: Zweigelt), sehr schmackhaft und ein wunderbarer Nachtisch.

Wir kommen ins Gespräch. Mit den Wirtsleuten, die beide Stewards auf der "Arkona" waren, einem Kreuzfahrtschiff der DDR (!), mit dem Nachbartisch, wo eine ältere Dame hört, dass wir uns erklären ließen, was "Würzfleisch" ist (eine Art  Ragout fin, aber mit Schwein oder Huhn). Sie setzt sich zu uns an den Tisch, stellt sich als Studienrätin vor und erklärt uns das Gericht und was an der Schulbildung der DDR besser war. Amüsant und unterhaltsam.

Wir wollen gerade weiterfahren, als ein Platzregen einsetzt. Die Gesellschaft verzieht sich in die Gaststätte. Wir trinken noch einen Kaffe (ausgezeichnet!), fangen an, Schnaps zu probieren und sind schließlich die letzten Gäste. Es wird etwas persönlicher. Die Wirtin erzählt über ihre Tochter, das Flüchtlingsheim in Eisenhüttenstadt, die Überalterung, das Verhältnis zu den Polen ... Sie verabschiedet uns mit Handschlag und wir fahren endlich weiter. Sehr satt und sehr zufrieden. Da waren wir nicht das letzte Mal. Und das nächste Mal schauen wir uns  dann die Planstadt an und das Museum für DDR-Alltagskultur.



Und so kann man in Eisenhüttenstadt essen


Da waren wir nicht das letzte Mal



Marillenknödel mit verschiedenen Soßen

Etwas angeschlagen von dem üppigen Mal und dem Alkohol fahren wir weiter. Wieder schlägt uns die Landschaft in ihen Bann. Zum Glück ist der Weg nicht schwer zu finden, man radelt, sinniert vor sich hin und ist einfach rundum zufrieden.


 
Das Mittagessen hat mich aus der Bahn geworfen. 
Das ist doch hier die Oder, oder?
(das mußte jetzt einfach mal sein)




Weiter geht`s nach Norden immer der Nase nach

Ab und zu gehen Schauer nieder und wir hören Donnergrollen. Aufmerksam beobachten wir die Wolken und den Wind. Kommt der Regen näher? Weht der Wind die Wolken weg?


Zwischendurch kleine Schauer, die wir an unseren Ponchos lässig abperlen lassen


Die Erfahrung lehrt: nach dem Regen ist vor dem Regen. Jedenfalls klare Luft.


Und so sieht es kurz vor Frankfurt aus
Wir erreichen schließlich Frankfurt. Überraschend steile Schußfahrt nach unten, auslaufen lassen und wir sind im Park. Da ist auch gleich unser Hotel, das City-Park Hotel. Dusche, etwas ausruhen und dann noch ein kleiner Abendimbiß. In der Innenstadt ist Kirmes und zwar richtig groß. Verschiedene Bühnen mit Musik (laut und gräßlich), viele Buden, Riesenrad, Essensstände. Wir finden noch einen Platz in einem Lokal an der Oder. Wunderbarer Blick auf den Fluß, aber im Schnittpunkt zweier Musikbühnen gelegen. So beobachten wir etwas das Treiben der Brandenburger und ziehen bald genervt von dem Lärm ab und
schreiben diesen Blog und
schlafen.