Donnerstag, 17. Juli 2014

11.Tag Peenemünde

Heute haben wir die "Heeresversuchsanstalt Peenemünde" besucht, von der 1942 die erste Rakete ins Weltall geflogen ist. Im Bild ist das Gebäude zu sehen, wo die Forscher aktiv waren. Daneben das Förderband, das Kohle transportierte und die Energieversorgung sicher stellte.


Das Hauptbebäude, ein riesiger Betonbau


Die erste Rakete, die ins All flog. Schön und haromisch anzusehen. Der Bahnwagon im Hintergrund diente der Beförderung der Wissenschaftler und Arbeiter auf der Insel. Später wurde diese Entwicklung als S-Bahn in Berlin eingesetzt.


Ansonsten tritt der militärische Zweck deutlich in den Vordergrund. Drohnen gegen Engeland.

Auch dieses Gerät konnte sehr weit schießen


Besonders einladend wirkt der Bau nicht. Hier ist die Ausstellung untergebracht.
Ich fand die Ausstellung nicht so besonders. Viele Details, die das Besondere von Peenemünde relativierten, viele Wiederholungen, die man in der Fülle nicht mehr lesen konnte (Presseauschnitte von damals), keine klare Einordung in die damalige Gesamtsituation. Über all das kann man streiten, gewiß, aber besser eine Kontroverse, als das Gefühl des Betrachters, etwas hilflos und allein gelassen vor den Ausstellungsobjekten zu stehen. Auf Töne oder Tondokumente wurde völlig verzichtet, stattdessen kann man Reden nachlesen.

Interessant fand ich, dass die Engländer den Standort Peenemünde erst 1942 entdeckten und dass letztlich der gigantische Aufwand, der mit Peenemünde betrieben wurde, wenig gebracht hat, im Sinne militärischer Effektivität. So hatte das deutsche Heer schon im 1. Weltkrieg Kanonen, die 125 Kilometer weit schossen. Die V2 erreichte 1943 gerade mal 190 Kilometer. 

Die Rolle Wernher von Brauns wird kaum gewürdigt. Viel zu wenig, wie ich finde. Der Mann war bei der SS und leitete später das Apollo-Programm der Amerikaner.


Hat eine Ästhetik, der man sich schwer entziehen kann.


Abends beenden wir den Tag mit einem "Köstritzer" am See


Die Achtersee, auf der "Rückseite" von Ückeritz


Achtersee, Sonne geht unter. Dann wird es auch gleich kühl.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen